Was ist ein RCD?
Ein RCD (Fehlerstromschutzschalter, FI-Schutzschalter) vergleicht laufend den Strom, der über den Außenleiter hinausfließt, mit dem Strom, der über den Neutralleiter zurückkommt. In einem fehlerfreien Stromkreis sind beide gleich groß. Fehlt ein Teil des Stroms — weil er über eine beschädigte Isolierung, ein defektes Gerät oder einen Menschen abfließt —, trennt der RCD den Stromkreis innerhalb von Millisekunden.
Wovor er schützt
- Stromschlag: Ein RCD mit 30 mA löst weit unterhalb des Stroms aus, der ein Herz zum Stillstand bringt.
- Brand: Ein dauerhafter Fehlerstrom durch beschädigte Isolierung erhitzt das Material und kann es entzünden.
Was er NICHT leistet
Ein RCD schützt nicht vor Überlast und Kurzschluss — das ist die Aufgabe eines Leitungsschutzschalters (Nennströme und Auslösecharakteristiken). Deshalb kombiniert man im Verteiler RCDs mit Leitungsschutzschaltern oder setzt kombinierte Geräte ein (FI/LS bzw. RCBO).