Die Aufschrift verstehen
- 1
- B
Auslösecharakteristik: Der Buchstabe kennzeichnet den Strombereich der schnellen magnetischen Auslösung.
- 2
- 16 A
Bemessungsstrom In = 16 A unter den Herstellerbedingungen. Keine exakte Abschaltgrenze: Bei 16,1 A muss der Schalter nicht sofort auslösen.
- 3
- 6000
6000 im Rahmen als Icn nach IEC/EN 60898-1 bedeutet 6000 A (6 kA) Kurzschlussschaltvermögen, nicht zulässige Last.
- 4
- 230/400 V~
Bemessungsspannung; ~ steht für Wechselstrom. Anordnung und Angaben unterscheiden sich je nach Modell.
Inhalt
10, 16, 20, 25 A: wie viele Geräte?
Die Zahl ist der Bemessungsstrom in Ampere. Ein höherer Wert entspricht bei gleicher Spannung mehr Leistung, sofern Leitung und gesamter Stromkreis dafür geeignet sind. Entscheidend ist die gleichzeitige Leistungsaufnahme, nicht die Anzahl der Geräte.
| Bemessungsstrom | Leistung bei 230 V |
|---|---|
| 6 A | ≈ 1,38 kW |
| 10 A | ≈ 2,3 kW |
| 13 A | ≈ 2,99 kW |
| 16 A | ≈ 3,68 kW |
| 20 A | ≈ 4,6 kW |
| 25 A | ≈ 5,75 kW |
| 32 A | ≈ 7,36 kW |
| 40 A | ≈ 9,2 kW |
P ≈ 230 × In · cos φ ≈ 1
Gesamtleistung
2 kW
Ungefährer Strom
≈ 8,7 A
Unter dem Bemessungsstrom · 16 A
Lernbeispiel für eine Phase mit 230 V: I ≈ P / 230, Leistungsfaktor 1 angenommen. Geräteleistungen sind Beispiele; die Aufnahmeleistung steht auf dem Typenschild. Die Waschmaschine heizt Wasser, der Kühlschrankkompressor läuft ohne Anlaufspitze. Keine Drehstromberechnung oder Vorhersage der Auslösezeit.
Beispiele gleichzeitiger Lasten
- Wasserkocher + LED-Lampe2,01 kW · ≈ 8,7 A
- Wasserkocher + Heizgerät4 kW · ≈ 17,4 A
- Wasserkocher + Waschmaschine4,2 kW · ≈ 18,3 A
- Wasserkocher + Backofen5 kW · ≈ 21,7 A
- Wasserkocher + Heizgerät + Waschmaschine6,2 kW · ≈ 27 A
Warum schaltet er ab?
- Verteiler
- Leitung
- Geräte
Normaler Betrieb
Ein Wasserkocher mit 2 kW nimmt bei 230 V etwa 8,7 A auf, hier weniger als 16 A. Der Strom fließt durch Schutzschalter, Leitung und Gerät.
Zwei Mechanismen: Ein erwärmter Metallstreifen reagiert auf anhaltende Überlast, ein Elektromagnet auf hohe Ströme. Die Zeichnung zeigt den Fehler vor der Abschaltung. Die Auslösezeit hängt von Strom, Temperatur und Gerät ab.
Wann löst der LS-Schalter aus? Probieren Sie es aus
Wählen Sie ein Szenario und starten Sie es. Schutzschalter, Leitungstemperatur und Zeit-Strom-Diagramm ändern sich gemeinsam; die Zeit läuft schneller als in Wirklichkeit.
Lernmodell. Das Band verläuft durch die Prüfpunkte der IEC/EN 60898-1 bei 30 °C; dazwischen ist es interpoliert. Der „Beispielschalter“ ist ein fiktives Gerät: Seine thermische Zeitkonstante ist aus Prüfberichten geschätzt und stammt nicht aus der Norm. Die Auslösezeit Ihres eigenen Schutzschalters entnehmen Sie der Herstellerkennlinie. In einem warmen Verteiler löst ein LS-Schalter früher aus: Der Auslösestrom sinkt um etwa 5 % je 10 °C über 30 °C. Die Erwärmung der Leitung ist nur der Größenordnung nach dargestellt, mit einer einzigen Zeitkonstante aus Versuchen an Leitungen in Wärmedämmung, Verlegeart A1, 30 °C. Das ist keine Brandprognose. Der Kurzschlussstrom ist für eine 20 m lange Leitung bei einer angenommenen Netzimpedanz von 0,35 Ω berechnet. Der tatsächliche Strom hängt von Ihrem Netz ab; eine Elektrofachkraft ermittelt ihn durch Messung von Zs.
B, C und D im Vergleich
B16, C16 und D16 haben alle 16 A Bemessungsstrom. Ihr schneller magnetischer Auslösebereich unterscheidet sich. Ändern Sie den Bemessungsstrom und vergleichen Sie die Bereiche in Ampere.
3–5, 5–10 und 10–20 sind Vielfache des Bemessungsstroms. Für B16: 3 × 16 = 48 A und 5 × 16 = 80 A. Die feste Skala reicht von 0 bis 800 A: Mit dem Schieberegler ändern sich Lage und Länge der Balken. Die Farbe kennzeichnet B, C und D, keine Gefahrenstufe.
Magnetischer Auslösebereich · A
B16
3–5 × 16 A = 48–80 A
Häufig für geringe Einschaltströme. Auch LED-Treiber können hohe Stromspitzen verursachen.
C16
5–10 × 16 A = 80–160 A
Für höhere Anlaufströme, etwa bestimmter Motoren. Der Fehlerstrom am Leitungsende muss geprüft werden.
D16
10–20 × 16 A = 160–320 A
Für hohe Einschaltströme, etwa bestimmter Transformatoren und Motoren. Auswahl nach Berechnung, keine bessere C-Variante.
B/C/D nach IEC/EN 60898-1. Die Balken zeigen Bereiche, keine exakten Schwellen oder vollständigen Zeit-Strom-Kennlinien. In ist der Bemessungsstrom. Unterhalb des Balkens bleibt thermische Auslösung möglich. Die genaue Zeit ergibt sich aus der Herstellerkennlinie.
Wie wird der Schutzschalter ausgewählt?
Zuerst Last und Leitung, dann Charakteristik und Abschaltbedingungen prüfen. Ein höherer Bemessungsstrom oder C statt B beseitigt die Fehlerursache nicht.
- 01
Last → Leitung → Bemessungsstrom
Betriebsstrom Ib ≤ Bemessungsstrom In ≤ Strombelastbarkeit Iz. Iz hängt von Material, Querschnitt, Verlegung, Temperatur und Häufung ab. „1,5 mm² mit 16 A“ allein beweist weder Sicherheit noch Überlast.
- 02
Anlaufstrom → Charakteristik
Eine Elektrofachkraft vergleicht den Anlaufstrom mit der Kennlinie und prüft, ob der kleinste Fehlerstrom die rechtzeitige Abschaltung sicherstellt.
- 03
Kurzschlussstrom → Schaltvermögen
Das Schaltvermögen muss zum erwarteten Kurzschlussstrom am Einbauort passen. Spannung, Polzahl, Schutzkoordination und örtliche Anforderungen sind ebenfalls zu prüfen. Ein Verteilerplan bereitet die Daten vor, ersetzt diese Prüfungen aber nicht.
Häufige Fragen
Verträgt C16 mehr Last als B16?
Nein, beide haben 16 A Bemessungsstrom. C toleriert einen größeren kurzen Stromstoß vor der magnetischen Auslösung, erhöht aber nicht die Belastbarkeit der Leitung.
Kann ich B16 gegen C16 tauschen, wenn er auslöst?
Erst nach Prüfung von Ursache und Stromkreis. C benötigt für die sichere schnelle Auslösung mehr Fehlerstrom; bei langen Leitungen kann dieser fehlen.
Sind 16 A genau 3,68 kW?
Bei 230 V und einem Leistungsfaktor nahe 1 gilt P ≈ U × I = 3,68 kW. Andere Lasten benötigen eine andere Berechnung. Das ist keine Freigabe für jede Steckdose.
Schützt ein LS vor Stromschlag?
Er ersetzt keinen FI/RCD: Gefährliche Körperströme können weit unter seiner Auslöseschwelle liegen. Ein FI/LS kombiniert Überstrom- und Fehlerstromschutz.
Welcher LS für Induktionskochfeld, Backofen oder Waschmaschine?
Solche Geräte bekommen meist einen eigenen Stromkreis. Der Nennstrom richtet sich nach Leitung und Montageanleitung: Backofen oder Waschmaschine oft 16 A, ein Induktionskochfeld häufig Drehstrom mit 3 × 16 A oder einphasig 32 A. Querschnitt und endgültige Wahl bestätigt die Elektrofachkraft.