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RCD-Typen: AC, A, F und B

Der Buchstabe ist keine Nebensache

Jeder RCD trägt neben seiner 30-mA-Angabe einen Typbuchstaben. Der Buchstabe sagt, welche Form von Fehlerstrom das Gerät überhaupt erkennen kann — und einen Fehlerstrom, den es nicht erkennt, schaltet es auch nicht ab.

  • Typ AC erkennt nur sinusförmige Wechselfehlerströme.
  • Typ A erkennt zusätzlich pulsierende Gleichfehlerströme — die Art, die Gleichrichter in gewöhnlichen Geräten erzeugen.
  • Typ F erkennt zusätzlich Fehlerströme mit Mischfrequenzen aus umrichtergesteuerten Motoren.
  • Typ B erkennt zusätzlich glatte (reine) Gleichfehlerströme.

Jeder Typ umfasst alles, was der vorherige kann, die Liste ist also eine Leiter: AC, dann A, dann F, dann B.

Warum Typ AC praktisch überholt ist

Fast jedes moderne Gerät hat hinter seinem Stecker ein Schaltnetzteil, und diese richten die Netzspannung gleich. Der entstehende Fehlerstrom ist keine saubere Sinuskurve mehr, und ein Gerät vom Typ AC kann dabei einfach nicht auslösen. Deshalb ist Typ AC für Stromkreise im Wohnbereich in weiten Teilen Europas nach HD 60364 nicht mehr zulässig; Typ A ist das Minimum. In der GUS-Praxis wird Typ AC noch verkauft und ist in Altanlagen weiterhin zulässig, doch es gibt heute keinen guten Grund mehr, einen zu kaufen — der Preisunterschied zu Typ A ist gering.

Welche Geräte einen höheren Typ erzwingen

  • Waschmaschinen, Geschirrspüler, Induktionskochfelder, die meiste Elektronik — Typ A.
  • Inverter-Klimageräte, Wärmepumpen, drehzahlgeregelte Pumpen — Typ F.
  • Wallboxen und PV-Wechselrichter — Typ B, sofern die Ladestation nicht selbst angibt, dass sie eine eingebaute 6-mA-Gleichfehlerstromerkennung enthält.

Die Preisleiter folgt derselben Reihenfolge: Typ A kostet etwas mehr als AC, Typ F merklich mehr und Typ B ein Vielfaches von A. Kaufen Sie den Typ, den jeder Stromkreis tatsächlich braucht, statt den ganzen Verteiler hochzurüsten — ein einzelner RCBO vom Typ B für die Wallbox ist weit günstiger als ein Eingangs-RCD vom Typ B für das ganze Haus.

Was PlanMyPanel macht

Der Generator baut den Verteiler auf Typ A auf — der Grundlinie der Normen — und setzt nie Typ AC ein. Typ B erscheint nur dort, wo er unvermeidbar ist: bei einer Wallbox ohne eigene Gleichfehlerstromerkennung, die dann auch einen Eingangs-RCD vom Typ B erzwingt. Geben Sie im Assistenten an, dass die Ladestation einen eingebauten 6-mA-Schutz hat, bleibt der gesamte Verteiler bei Typ A und der Preis sinkt deutlich. Typ F wird als Hinweis angeboten und nicht automatisch eingebaut: Er ist eine Empfehlung der Gerätehersteller und keine Vorschrift, das Hochrüsten eines einzelnen Stromkreises bleibt also Ihre Entscheidung.

Der Blendeffekt

Ein glatter Gleichfehlerstrom bleibt von einem Gerät vom Typ A oder AC nicht nur unbemerkt — er sättigt dessen Kern magnetisch, sodass es auch gewöhnliche Wechselfehlerströme nicht mehr erkennt. Ein einziges Gerät mit Gleichfehlerstrom kann so den Schutz für alles andere hinter diesem RCD außer Kraft setzen. Deshalb muss ein vorgelagerter RCD mindestens so leistungsfähig sein wie alles, was hinter ihm liegt; selektive RCDs (Typ S) behandelt die Kaskadenregel im Detail.

PlanMyPanel ist eine Planungshilfe und ersetzt keine Fachkraft. Aufbau und Anschluss müssen von einer Elektrofachkraft geprüft und freigegeben werden.

Basiert auf der EU-Normenreihe HD 60364 und den GUS-Errichtungsbestimmungen (PUE).

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