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Selektive RCDs (Typ S) in Kaskaden

Das Kaskadenproblem

Viele Verteiler haben einen Haupt-RCD am Eingang plus RCDs für einzelne Gruppen. Haben alle dieselbe Empfindlichkeit und Geschwindigkeit, kann ein Fehlerstrom im Bad den Haupt-RCD auslösen — und das ganze Haus ist dunkel, nicht nur eine Gruppe.

Wie Typ S das löst

Ein selektiver RCD (Kennzeichnung S) löst mit einer gewollten Verzögerung und meist mit höherem Nennfehlerstrom aus (typisch 100–300 mA). Der schnelle 30-mA-Gruppen-RCD beseitigt den Fehler zuerst, der Haupt-RCD bleibt eingeschaltet. Der Schutz wird gestaffelt:

  • Gruppen-RCD, 30 mA, unverzögert — schützt Menschen.
  • Haupt-RCD, 100–300 mA, Typ S — Reserveschutz und Brandschutz.

Die Regel

Stehen RCDs in Kaskade, muss der vorgelagerte selektiv sein. Unsere Regelprüfung kontrolliert das automatisch.

Kaskaden und RCD-Typen

Selektivität ist nicht nur eine Frage der Zeit — auch der Typ zählt. Eine Wallbox wird durch einen RCD vom Typ B geschützt, weil sie glatte Gleichfehlerströme verursachen kann. Genau dieser Gleichstrom magnetisiert und blendet einen vorgelagerten RCD vom Typ A oder AC (IEC 60364-5-53). Ist also ein Gruppen-RCD vom Typ B, muss auch der eingangsseitige RCD vom Typ B sein; andernfalls meldet die Regelprüfung einen Fehler.

PlanMyPanel ist eine Planungshilfe und ersetzt keine Fachkraft. Aufbau und Anschluss müssen von einer Elektrofachkraft geprüft und freigegeben werden.

Basiert auf der EU-Normenreihe HD 60364 und den GUS-Errichtungsbestimmungen (PUE).

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